Neuerscheinungen

ISBN: 978-3-7059-0390-6
25 x 32,5 cm, 328 Seiten, 428 Farbabbildungen, Hardcover, geb.
  • Mount Kailash aus südlicher Richtung und Panorama der Nandi-Kora. Foto: Kami Tshering Sherpa
  • Blick über den Manasarowar-See auf die Gurla Mandhata (7.694 m). Foto: Martin Thöni
  • Der blaue Shiva Nilkanth beim Mewar-Fest in Udaipur, Rajasthan. Foto: Martin Thöni
  • Tibetischer Pilger. Foto: Martin Thöni

Kailash – Guge

Tempel für Indiens Götter

Überwältigende Naturlandschaften in Verbindung mit einer spürbaren spirituellen Atmo­sphäre verleihen Westtibet seine Einzigartigkeit. Dieser Teil des tibetischen Hochlandes gilt als das eigentliche „Land der Götter", denn hier steht der Götterberg Kailash. Seit urdenklicher Zeit verehren die Anhänger von vier Religionsgemeinschaften den Berg als ihr heiligstes ideelles „Zentrum": Bön-po, Jaina, Hindus und Buddhisten. Hier war und ist der Ort der Götter Tibets und Indiens.
Der erste Abschnitt von Teil I des vorliegenden Bandes widmet sich in Bild und Text dem Berg Kailash, wobei die historisch-mythologische Sicht besonderen Raum einnimmt. Dann erreicht der Leser / die Leserin, dem Sutlej als einem der „Vier Wasser vom Kailash" in Westrichtung folgend, die in einem vorgeschichtlichen See ertränkte, in der Sonne grell leuchtende Welt des untergegangenen Königreiches Guge. Auf den Spuren des Italieners Giuseppe Tucci ziehen wir durch die fantastische Canyonlandschaft dieses vorzeitlichen Zanda-Sees - und es öffnet sich eine wahre Schatzkammer jener einzigartigen indo-tibetischen Kunst, wie sie in den Tempeln von Tsaparang und Tholing, den Zentren des ehemaligen Königreiches, bis heute rudimentär noch erhalten ist.
Der kürzere, zweite Teil des Buches befasst sich mit neuesten Ergebnissen aus archäologischer und geologischer Forschung. Aspekte des vor-buddhistischen, sogenannten „prähistorischen" Westtibet werden ebenso beleuchtet wie die Entwicklung des größeren indo-tibetischen Raumes in ferner Früh- und Vorzeit; hierbei werden sowohl Denkansätze der Naturwissenschaft als auch die Perspektive des göttlichen Veda berücksichtigt.
Mit Bildbeiträgen zu Tsaparang von Jürgen C. Aschoff und Hans Först.

„Allein der Mensch hat die Macht, die Erde zu zerstören.
Vögel und Kaninchen können das nicht.
Doch wenn der Mensch die Macht hat, die Erde zu zerstören,
dann hat er auch die Macht,
sie vor der Zerstörung zu bewahren."

Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama (Friedensnobelpreisträger)

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Rezension:

Überwältigende Naturlandschaften in Verbindung mit einer spürbaren spirituellen Atmosphäre verleihen Westtibet seine Einzigartigkeit. Dieser Teil des tibetischen Hochlandes gilt als das eigentliche „Land der Götter", denn hier steht der Götterberg Kailash. Er gilt als einer der heiligsten Orte der Welt und nur wenigen westlichen Besuchern war es bisher vergönnt, bis an sein Innerstes, den selten begangenen Weg an der Südwand des Mount Kailash vorzudringen. „Schneejuwel am Dach der Welt" ist nur eines der zahlreichen Attribute, das dem mächtigen Berg verliehen wurde, und wer das seltene Glück hatte, einmal seine beeindruckende Gestalt gesehen zu haben, wird ein Leben lang von ihr fasziniert sein. Seit urdenklicher Zeit verehren die Anhänger von vier Religionsgemeinschaften den Berg als ihr heiligstes ideelles „Zentrum": Bön-po, Jaina, Hindus und Buddhisten. Hier war und ist der Ort der Götter Tibets und Indiens Sitz der Götter für die Einheimischen, begehrtes Ziel für jene, die das Außergewöhnliche und Besondere suchen, und zu denen auch der Autor eines neuen und bemerkenswerten Buch aus dem steirischen Weishaupt Verlag zählt. Der Geologe Univ.-Doz. Dr. Martin Thöni aus Langtaufers/Graun ist Kenner der großen innerasiatischen Landschafts-, Natur- und Kulturräume und hat sich auf mehreren Reisen nicht nur alpinen Zielen gewidmet, sondern das Leben, die Bräuche und Kultur der Menschen Innerasiens in fesselnden Schilderungen festgehalten. Der erste Abschnitt von Teil I des vorliegenden Bandes widmet sich in Bild und Text dem Berg Kailash, wobei die historisch-mythologische Sicht besonderen Raum einnimmt. Dann erreicht der Leser, dem Sutlej als einem der „Vier Wasser vom Kailash" in Westrichtung folgend, die in einem vorgeschichtlichen See ertränkte, in der Sonne grell leuchtende Welt des untergegangenen Königreiches Guge. Auf den Spuren des Italieners Giuseppe Tucci zieht der Leser mit dem Autor durch die fantastische Canyonlandschaft dieses vorzeitlichen Zanda-Sees - und es öffnet sich eine wahre Schatzkammer jener einzigartigen indo-tibetischen Kunst, wie sie in den Tempeln von Tsaparang und Tholing, den Zentren des ehemaligen Königreiches, bis heute rudimentär noch erhalten ist. Der kürzere, zweite Teil des Buches befasst sich mit neuesten Ergebnissen aus archäologischer und geologischer Forschung. Aspekte des vor-buddhistischen, sogenannten „prähistorischen" Westtibet werden ebenso beleuchtet wie die Entwicklung des größeren indo-tibetischen Raumes in ferner Früh- und Vorzeit; hierbei werden sowohl Denkansätze der Naturwissenschaft als auch die Perspektive des göttlichen Veda berücksichtigt. Die Berichte des Autors von den Erlebnissen und Erfahrungen am Fuße des Kailash, vom Pilgerweg und den Begegnungen mit den Menschen Tibets und dem Buddhismus zählen zu den eindrucksvollsten Erzählungen und Schilderungen Thönis. Das vorliegende Buch zeigt Bilder von insgesamt acht, teilweise mehrmonatigen Aufenthalten im höchsten Gebirge und Hochland der Erde und ist ein Muß für alle, die Interesse an einem der schönsten Berge der Welt haben, an Tibet, seinen Menschen, seiner Geschichte und Religion!
(Herbert Pardatscher-Bestle, Herbst-Bücherrundschau 2016)

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Kailash – Guge. Tempel für Indiens Götter

Der Geologe Martin Thöni, Professor der Universität Wien, hat mehrere eindrucksvolle Veröffentlichungen über Tibet und lndien vorgelegt, etwa das Buch Gesichter des Himalaja (2012). Sein neuestes Werk widmet sich der Region des Berges Kailash und des ehemaligen Königreichs von Guge. Diesen Band zeichnet aus, dass er die Gegend, die Lama Govinda und Li Gotami in den 1940er Jahren bereisten und erforschten, sehr umfassend darstellt. Indem Geografie und Natur, Geschichte und Kultur berücksichtig werden, vermittelt das Buch einen lebendigen Eindruck der Atmosphäre der Orte, den die hochwertige Bebilderung verstärkt. Wer Govindas Weg der weißen Wolken schätzt, findet in diesem Buch viele das Verständnis vertiefende Fakten, Hintergründe und Aufschlüsse.
Selbstverständlich geht der Autor auf die historische Reise Lama Govindas ein, wobei mehrfach deutlich wird, wie er dessen Lebensleistung schätzt: "Lama Govinda war ein kompromissloser Denker, er kannte die westliche und die östliche ,Sicht der Welt' wie kaum ein anderer aus eigener Erfahrung." (S. 180) Thöni schildert Govindas "Vision des Dichters" im Roten Tempel von Tsaparang, in welcher der Geist der Schönheit um den Erhalt der heiligen Stätte bittet. "Leider hat sich die Vision des Dichters bei Weitem nicht erfüllt, wozu neben natürlicher Erosion die "Dummheit, Gier und blinde Zerstörungswut des Menschen" beitrugen.
(Mag. Birgit Zotz, in: Der Kreis. Zeitschrift des Arya Maitreya Mandala, S. 64, in der Ausgabe vom November 2016, Nr. 275 + 276. "Der Kreis" gilt als die älteste kontinuierlich erscheinende Zeitschrift für buddhistische Themen im deutschen Sprachraum (wurde 1933 von Lama Govinda ins Leben gerufen).

Preis: € 58,00

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