Literatur & Erlesenes

ISBN: 978-3-7059-0267-1
14 cm breit x 21,5 cm hoch, 160 Seiten, 80 Illustr., geb.

Herausgeber

  • Rottenmanner Mundartdichter

Do follt ma nu wos ei‘!

Gedichte in Mundart aus Rottenmann und Umgebung,
Bd. 2

Rottenmann, eine im Paltental, inmitten der prachtvollen Hochgebirgslandschaft der Rottenmanner Tauern und der Gesäuseausläufer gelegene Bergstadt, zählt zu einer der ältesten Städte Österreichs. Eine Reihe von Kulturdenkmälern, wie die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer, das südliche Burgtor, die Burg Strechau, das Schloss Grünbühel, die Kirche in St. Georgen, die Bürgerspitalkirche Maria am Rain und die St. Nikolaus Kirche, sind Zeugen einer bewegten Vergangenheit. Rottenmann ist eine moderne, lebendige und liebenswürdige Stadt, die ihren Einwohnern eine hohe Lebensqualität und den Besuchern einen angenehmen Erholungsraum bietet.

Autorinnen und Autoren

Rupert Burgstaller: Jg. 1920, Altbauer vlg. Eder in Bärndorf, auch mit 87 Jahren während des Sommers noch „Holterbua“ auf da Wognbänkolm.

Christine Gasteiner: Jg. 1943, in Edlach geboren, naturverbundene Rentnerin. Wandere und lese viel, schreibe manchmal.

Herfried Grach: Jg. 1946, Pensionist, 27 Jahre Tanzmusiker, Laienschauspieler, „Onsoger“, verheiratet, zwei Kinder, drei Enkerl.

Brigitte Hubmann: Jg. 1960, Hobbys: jagan, singan, Ziehharmonika spüln, tonzn, moderiern … Mog die Berg, die Natur, die Viecher und die Leit und bin gern auf dera schen Wölt.

Walter Jansenberger: Jg. 1937, derzeit 70 Joahr, Bauer mit Leib und Söl und Fleisch und Bluat, z’vü gorbat, z’wenig gsoffn und ’s Oltwerdn geht weit schnölla ols wias Gscheitwerdn.

Elke Luschin: Jg. 1956, Landesbedienstete, „Lebenskünstlerin“ unter dem Motto: „Den Weizen aus der Spreu holen“. Desmol bin in doppelt dabei.

Peter Radaelli: Jg. 1961, seit Geburt ein echter Rottenmanner, musizierender, singender und dichtender Feuerwehrmann. Übaroll mit Leib und Söl dabei.

Gerhard Reitmaier: Jg. 1958, Eisenbahner, Hobbys: leidenschaftlicher Musikant, Entertainer, Freizeitsportler und wenn Zeit ist „a bisserl dichten“.

Petra Seebacher: Als gebürtige Rottenmannerin lebe ich zwar jetzt in der West­steiermark, bin aber immer noch sehr eng mit meiner Heimat verbunden. Bin aktiv bei der „Rottenmanner Volksmusik“. Bin stolz aufn steirischn Dialekt und schreibe seit meinem achten Lebensjahr Gedichte.

Marianne Zeiler: Jg. 1942, Bäurin im Ortsteil Edlach. Die Beobachtung von Natur und Mensch in aller Vielfalt liefern mir die besten Texte.

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Eine "wahre Geschichte" aus dem Buch ...

Die raffinierte Frau
(von Gerhard Reitmaier)

A Dame hot znaxt erst in Führerschein gmocht
und fohrt scho gonz zackig bei Tog und bei Nocht.
Foahrt besser und schneller als wia monche Herrn.
Sie is gonz a wiffs Weiberl – nur z’ schnö fohrn tuat sie gern.
Und wia sie so zischt, hot a Polizist sie dawischt.
Wo 30 zualossn woarn, is mit an 80er sie gfohrn.

„Polizeikontrolle – Führerschein raus!“
„Tuat ma load, Herr Inspektor, des geht si nit aus.
Der Schein ist längst weg – der liegt scho in Wien,
seit i des dritte Mol rauschig gfohrn bin.“
„Koan Führerschei hobn ma? Wos büld ma uns ein?
Dann gebns ma holt schnö doch den Zulossungsschein.“

„Do hobn’s hiaz a Pech ghobt,
wonn s’ in Zulossungsschein wolln,
der Schein is nit do, wal des Auto is g’stohl’n.“
„Zschnö, rauschig, a gstohlns Auto, i spinn,
hobns sunstn an Ausweis im Hondschuahfoch drin?“
„I hob nix, i woaß nix, des Auto is gstohln,
im Hondschuahfoch drin liegt nur mei Pistoln.“
„A Pistoln hobn sie a,
hobns scho gschossn zum Schluss?“
„Jo, de Leich hint im Kofferraum,
erlegt mit oan Schuss.“

Dem Polizistn wirds hoaß,
da kolte Schweiß steht eahm scho,
rennt za sein Auto,
ruaft Vastärkung glei on.

Und de san glei do, um die Loge zu testn.
Mit Hundn, Gewehrn und Kugelstahlwestn.

Da Oberst geht longsom ans Auto heran:
„Hände hoch, aussteign – was habn Sie getan?“

„I woaß nit, was is denn, wos soll der Trara,
ihr Kollege, Herr Oberst, der is a weng rar.“

„Raus mitn Führerschein!“ – „Bitte sehr gern.“
„Und in Zulassungsschein.“ – „Selbstverständlich, die Herrn.“

„Da Kollege hot gsogt, des Auto is gstohln.
Und wo is die Leich und wo die Pistoln?“

„Schauns noch do im Auto, sie werdn nix findn,
koa Schießgewehr vorn und koa Leiche nit hintn!“

„Mein Kollege sagt aus, und darum ließ er uns holn,
sie hättn keine Papiere und ’s Auto wär gstohln.
Und a Pistoln im Auto und a Leich hintn drei!“

„I bitt Sie, Herr Oberst, des kann do nit sei.
Glaubens eahm koa Wort – alles Blabla.
Sunst sogt er am End nu, z’ schnö gfohrn war i a!“

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