Literatur & Erlesenes

ISBN: 978-3-7059-0536-8
2. Auflage, 16,5 x 23,5 cm,
330 Seiten mit 21 Abbildungen, Hardcover, geb.
  • Buchpräsentation in der großen Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums. Foto Dr. Verena Elsner
  • Buchpräsentation in der großen Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums. Foto Dr. Verena Elsner
  • Buchpräsentation in der großen Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums. Foto Dr. Verena Elsner
  • Erich Körner-Lakatos über den Autor und das Buch, in: ZUR ZEIT 16/2021, S. 41-42
  • Hans Werner Scheidl in DIE PRESSE, 8. Mai 2021, S. 31
  • St. Johanns Club Nachrichten, Mai 2021
  • "Der Hinterbrühler" 02/2021, Seite 1

Erstürmte Festung

Krieg und Liebe in Zeiten von Cholera und Typhus

Dieser Roman berichtet über das außergewöhnliche Schicksal der Stadt und Festung Przemysl, die sich zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie im nordöstlichen Teil des Kronlandes Galizien, hart an der Grenze zu Russland, befand und in der Zeitspanne von September 1914 bis Juni 1915 dreimal heftige Belagerungen zu überstehen und zu überleben hatte. Es waren die heftigsten Kämpfe um eine Stadtfestung im Ersten Weltkrieg. - Das wohl Einmalige dieser Erstürmungen war, dass die zivile Bevölkerung von zunächst rund 50.000 Menschen unmittelbar in die Kampfhandlungen - zumindest durch heftigen Artillerie- und Infanterie­beschuss sowie Bombenabwürfe aus Aeroplanen - involviert war. Die Unmittelbarkeit des Lebens in Todesgefahr hatte mit zunehmender Intensivierung der Kämpfe, der Cholera- und Typhus-Epidemien sowie der Hungersnot zur Folge, dass auch die bisher in der Monarchie hochgehaltene Moral und strenge Trennung der Geschlechter vor einer kirchlichen Trauung zu erodieren begann. Das Zusammenkommen in der Enge der Stadt von mehr als hunderttausend Soldaten mit der weiblichen Jugend aller Schichten war durch Elternhaus und die kirchlichen Institutionen nicht zu kontrollieren, zumal auch mit dem beinahe Zusammenbruch der industriellen Produktion, der Tätigkeit der Kleingewerbe und des Tourismus für so manche Frauen das Überleben teilweise nur durch Prostitution ermöglicht wurde. Das bezeugen viele Briefe und Schriften von Zivilpersonen und Soldaten aller Rangstufen, in die der Autor Einblick hatte. Aber die „Festung" wurde demnach auch durch die Liebe eines Offiziers zur Tochter des Kommandanten „erstürmt": Der Autor hat aus all dem Elend eine leidenschaftliche Beziehung herausgehoben und erzählend aufgezeigt, dass nur die Umstände des Krieges und der Gewalt diese Liebe in den Abgrund führten. Doch ihre Liebe ging eigene Wege und brachte keimende Hoffnung in eine bereits untergehende Welt. Ein romanhaft, aber historisch belegbares Zeitdokument, wie es nicht eindrucksvoller der heutigen Generation nahegebracht werden kann.

Elisabeth-Joe HARRIET liest "Erstürmte Festung. Krieg und Liebe in Zeiten von Cholera und Typhus".

www.elisabeth-joe-harriet.com

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Rezensionen:

Inmitten der Apokalypse
Dieser faktennahe Roman berichtet über das außergewöhnliche Schicksal der Stadt und Festung Przemysl, die sich zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie im nordöstlichen Teil des Kronlandes Galizien, hart an der Grenze zu Russland, befand und in der Zeitspanne von September 1914 bis Juni 1915 dreimal heftige Belagerungen zu überstehen und zu überleben hatte. Es waren die heftigsten Kämpfe um eine Stadtfestung im Ersten Weltkrieg. Das wohl Einmalige dieser Erstürmungen war, dass die zivile Bevölkerung von zunächst rund 50.000 Menschen unmittelbar in die Kampfhandlungen - zumindest durch heftigen Artillerie- und Infanterie­beschuss sowie Bombenabwürfe aus Aeroplanen - involviert war. Die Unmittelbarkeit des Lebens in Todesgefahr hatte mit zunehmender Intensivierung der Kämpfe, der Cholera- und Typhus-Epidemien sowie der Hungersnot zur Folge, dass auch die bisher in der Monarchie hochgehaltene Moral und strenge Trennung der Geschlechter vor einer kirchlichen Trauung zu erodieren begann. Das Zusammenkommen in der Enge der Stadt von mehr als hunderttausend Soldaten mit der weiblichen Jugend aller Schichten war durch Elternhaus und die kirchlichen Institutionen nicht zu kontrollieren, zumal auch mit dem beinahe Zusammenbruch der industriellen Produktion, der Tätigkeit der Kleingewerbe und des Tourismus für so manche Frauen das Überleben teilweise nur durch Prostitution ermöglicht wurde. Das bezeugen viele Briefe und Schriften von Zivilpersonen und Soldaten aller Rangstufen, in die der Autor Einblick hatte. Aber die "Festung" wurde demnach auch durch die Liebe eines Offiziers zur Tochter des Kommandanten "erstürmt": Der Autor hat aus all dem Elend eine leidenschaftliche Beziehung herausgehoben und erzählend aufgezeigt, dass nur die Umstände des Krieges und der Gewalt diese Liebe in den Abgrund führten. Doch ihre Liebe ging eigene Wege und brachte keimende Hoffnung in eine bereits untergehende Welt. Ein romanhaft, aber historisch belegbares Zeitdokument, wie es nicht eindrucksvoller der heutigen Generation nahegebracht werden kann. (Paneuropa Nr. 2/2021, 46. Jg.)

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Dieser Roman berichtet über das außergewöhnliche Schicksal der Stadt und Festung Przemysl im nordöstlichen Teil von Galizien, die von September 1914 bis Juni 1915 dreimal eine Belagerung überstehen und überleben mussten. Das Besondere war, dass die zivile Stadtbevölkerung von zunächst rund 55.000 Menschen unmittelbar den Kampfhandlungen durch Artilleriebeschuss und Bombenabwürfe ausgesetzt war. Diese Unmittelbarkeit des Lebens in Todesgefahr führte zusammen mit der sich ausbreitenden Hungersnot zu einem Niedergang bislang hochgehaltener moralischer Werte. Der Zusammenbruch der industriellen Produktion und des Gewerbes ließ manchen Frauen nur noch die Prostitution zum Überleben. Lediglich eine Minderheit aus Adel und Großbürgertum konnte einen Schein der "Anständigkeit" wahren. Das bezeugen viele Briefe und Schriften von Zivilpersonen und Soldaten.
In diesem Buch nimmt der Autor nur indirekt gegen diese misslichen Zustände Stellung, indem er eine tiefgehende, ehrliche, geradezu leidenschaftliche Beziehung heraushebt und zeigt, dass nur die Umstände des Krieges und der Gewalt auf der männlichen Seite diese Liebe in den Tod führen, sowie die nervliche Abnützung und Belastung der weiblichen in einer neuen Beziehung durch schwere Erkrankung in ein ähnliches Ende münden lassen. Ein romanhaft gestaltetes, aber historisch belegbares Zeitdokument, eindrucksvoll der jungen Generation nahegebracht. (Pallasch 76, S. 194, Juni 2021)

Preis: € 24,90

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