Regionalia

Die Koralpe lebt …
ISBN: 978-3-7059-0227-5
13,5 x 20,5 cm, 256 Seiten, 215 farbige Abb., geb.
Mit zahlreichen Abbildungen des Pflanzenkundlers Ing. Hugo Gutschi

Die Koralpe lebt …

Das weite Flach- und Hügelland der Mittel-, West- und Oststeiermark, von dem einst Teile von einem Urmeer bedeckt waren, wird von einem langgestreckten Höhenzug umschlossen, der im Nordosten mit dem Hochwechsel beginnt, sich in einem scharfen Bogen westwärts den Fischbacheralpen , der Glein- und Stubalpe zuwendet. Nach einem scharfen Knick nach Süden schließen Pack und Koralpe die Weststeiermark ab. Die Koralpe ist das primäre Ziel dieses Buches.
Der Themenkreis ist weit gespannt. Er beginnt mit den Spekulationen über die Entstehung des Weltalls, wirft einen Blick in das Innere der Erde, engt sich auf die Entstehung des Gebirgsblockes der Koralpe ein und befasst sich mit der Zusammensetzung des Gesteinsmaterials.
Der nächste Abschnitt widmet sich der Entstehung des Pflanzenkleides im Wechselspiel der Höhenstufen und des Temperaturwandels.
Irgendwann zogen die ersten Menschen ins Land. Niemand weiß genau, wer sie waren und woher sie kamen, bis die Illyrer und Kelten in das Blickfeld der Geschichte traten. Im Laufe mehrer Jahrhunderte legten sie im Vorgebiet der Koralpe Siedlungen an und hinterließen ihrer Nachwelt mancherlei Spuren. Besiedelt von Römern, Slawen und Baiern wurden weitere Gebiete urbar gemacht.
Ein Kranz von Burgen am Fuße der Koralpe wurde zum Schutz vor plündernden Eindringlingen errichtet. Neue Ortschaften, Dörfer, Märkte und Städte entstanden, die sich bis in unsere Zeit erhalten haben.
Die bäuerliche Architektur von einst und jetzt, sei es das Wohnhaus oder das Stallgebäude, findet in diesem Buch ihre Beachtung.
Ein breiter Abschnitt ist der Pflanzenwelt der Koralpe gewidmet. Früchte von Baum und Strauch und häufig verwendete Pflanzen aus der "Kräuterapotheke Koralpe" sind beschrieben.
Förster und Almhalter erzählen Erlebnisse im Zusammenhang mit ihrem Almleben. Auch ein Kranz von Alpensagen aus Kärnten und der Steiermark trägt dazu bei, dass die Koralpe "lebt".


Zur Entstehung dieses Buches:
Auf dem Weg zum Thema: "Die Koralpe lebt …".

Auf halber Strecke zwischen dem Pfaffensattel und Kirchschlag am Wechsel liegt der bescheiden wirkende Ort Trattenbach. Es handelt sich um jenes Dorf, in dem Ludwig Wittgenstein einige Zeit als Lehrer tätig war.
Ein bequem zu begehender Wanderweg, der im Dorf abzweigt und durch einen nahen Wald zu einer Anhöhe führt, trägt den Namen "Wittgensteinweg". "Wittgenstein?" - Viel wusste ich bis dato nicht von ihm, außer dass er ein österreichischer Philosoph war. Hier - anlässlich dieser Wanderung - wurde ich um Einiges gescheiter. Eine Spruchtafel nach der anderen mit Texten vom genialen Philosophen säumte den Weg. Ein Leitsatz stach mir besonders ins Auge. Er lautete:
"Meine Welt ist die erste und einzige. Ich will berichten, wie ich sie vorfand."
Die Idee zu meinem Buch war geboren. Zwar ist "meine Welt" nicht jene des klugen Philosophen, aber "i c h" will berichten, wie meine kleine Welt, in der ich erwachsen wurde, war und ist.
Überlegungen führten mich zu den Themen, wie das Universum, unser Erdball, auf dem wir leben, und weiter eingeengt auf unsere Koralpe, entstanden sein mag. Die Erde aber blieb nicht über all die Millionen Jahre seit ihrer Existenz "wüst und leer". Sie änderte ihr "Gesicht", erfüllte die Oberfläche mit Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen.
Nach einem allgemeinen Überblick wendet sich meine Thematik dem engen Kreis meiner Heimat, der Koralpe und ihrem Umfeld zu. Obwohl manche Beiträge am Ursprung ihrer Geschichte beginnen, führen sie zu guter Letzt wieder zum Grundthema "Koralpe" zurück.

Derzeit restlos vergriffen!

Site by Webworxs