Kunst, Kultur & Tradition

ISBN: 978-3-7059-0153-7
13,5 x 21 cm; 192 Seiten; 12 Abb.; Brosch.

Autorin

Ich wollte doch dein Leben schützen!

Erleben, Sinnsuche und Trost nach dem Verlust eines Kindes – Schwerpunkt Suizid

Als Fachfrau, Witwe und selbst betroffene Mutter stellt sich Dr. Erika Bodner schonungslos der Trauer und den sich daraus ergebenden Lebensfragen. Der Grundtenor des Buches ist "Lernen durch Leid", eine Lebenshilfe für alle von ihm Betroffenen. Viele Texte sind als Gesprächsgrundlage für Gruppen geeignet.

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Rezensionen:

Wenn das eigene Kind freiwillig aus dem Leben scheidet, bleibt nichts mehr, wie es war. Die Psychologin Erika Bodner hat darüber ein Buch geschrieben ...
Erika Bodner vermisst seit 1989 ihren Sohn Herwig. Ein halbes Jahr vor seinem Verschwinden erzählt er einem Freund von seinen Überlegungen, wie man spurlos verschwinden könnte. Im August 1989 tut er es. Ohne eine Spur, ein Wort zu hinterlassen ... "Alles bleibt offen, mein Leben wird nie mehr frei" ... "Es gibt schon die Kränkung, im Unklaren gelassen zu sein. Er hat meine Gefühle nicht bedacht. Aber was weiß ich von der Not des jungen Menschen, der immer mit dem Leben gekämpft hat", meint Bodner ... Für die Witwe und verwaiste Mutter beginnt eine quälende Zeit ... Immer wieder grübelt sie über ihre Verantwortung, ob sie den Sohn hätte retten können. Das mögliche Versagen ist immer gegenwärtig. Trotz aller Einsicht, trotz aller Bearbeitung bleibt die Frage: "Habe ich als Mutter in der wichtigsten Rolle meines Lebens versagt?" Ihre schmerzvollen Erfahrungen versucht sie in Gesprächen und Texten mit anderen zu teilen ... Was sie aus der Tiefe des Leides herausgeführt hat? ... Sie hat sich der Trauer gestellt, Kontakte zu Betroffenen gesucht und bei einer Selbsthilfegruppe für trauernde Eltern mitgearbeitet. An die Stelle ihrer Referentinnentätigkeit ist die Schriftstellerei getreten. In ihrem Buch ... gibt sie ihre Erfahrungen mit dem Verlust eines Kindes weiter ... "Der einzige Trost, den ich gefunden habe ist der, dass niemand die Zukunft seines Kindes kennt. Wäre sie sehr schwer für ihn gewesen? Hilft sich das Leben auf diese Weise?" (welt der frau 6/2003)

Selten in meinem Leben habe ich einen so berührenden Text gelesen. Auch als nicht von einem ähnlichen Schicksal Betroffene(r) lebt man auf jeder Seite des Buches mit der Autorin mit. Ihr Schmerz, ihr von Schuldgefühlen gepeinigtes Erinnern und Grübeln, ihr vorsichtiges, aber so tapferes Sich-wieder-Hineintasten ins Leben mit der zart aufkeimenden Freude an der Natur werden authentisch und rührend schlicht geschildert. Jeder Satz strahlt eine tiefe Ehrlichkeit, Poesie und zugleich Würde aus. Die dadurch herausgeforderte Begegnung mit dem Eigentlichen, Unsagbaren, Wesentlichen macht dieses Buch für jeden Leser kostbar. (Stellungnahme von Fr. Jolanthe Heinz, Redakteurin i. R., Graz)

 Das Buch "Ich wollte doch dein Leben schützen!" hat mich sehr berührt, ich konnte nicht aufhören zu lesen. Ich habe nach dem Tod unserer Tochter sehr viel Literatur gelesen, aber von diesem Buch wurde ich besonders angesprochen. Erika Bodner schreibt als betroffene "Fachfrau" gründlich fundiert, einfühlsam und nicht nur wissenschaftlich. Diese Mischung von profundem Fachwissen über Trauer und Suizid, gepaart mit einfühlsamer Schilderung, hat mich so angsprochen. Manches, was ich früher als Hilfe gelesen hatte, war zu wissenschaftlich, anderes wieder sehr oberflächlich ... Dieses Buch aber hat mir ... sehr viel gegeben. Ich danke für dieses Buch, das sicher vielen betroffenen Eltern aus der Seele spricht.
(Stellungnahme von Fr. Trude Neuhold, betroffene Mutter, Wien)

In diesem Buch liest man sich sofort fest ... Die Autorin stellt sich der Trauer und tritt plausibel gegen Schuldzuweisungen der Umwelt auf. Sie sucht den Sinn des Lebens in höheren Ordnungen und nicht in den Antworten der tradtionellen Religionen. Durch die sachlichen Texte am Schluss des Buches legt man es auch als Betroffene mit Trost aus der Hand. Der Wert des Buches wird durch die feinsinnigen Gedichte der Autorin unterstrichen. Ebenso berühren die eigenen, sehr sehnsiblen Zeichnungen. Sie treffen mit wenigen einfachen Strichen den Kern. (Stellungnahme von Fr. Ilse Karsch, Trauerbegleiterin und selbst betroffene Mutter, Dresden)

Preis: € 17,30

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